AOK Bremen/Bremerhaven

Fragen & Antworten

Wir beantworten Ihnen hier Ihre Fragen zum Thema Krankenkassenwechsel und Versicherung bei der AOK Bremen/Bremerhaven.

Die AOK Bremen/Bremerhaven ist eine regional geöffnete Kasse für Bremen und Bremerhaven.

Mindestens eine dieser Voraussetzungen muss erfüllt sein:

  • Sie wohnen in Bremen oder Bremerhaven
  • Sie arbeiten oder studieren in Bremen oder Bremerhaven
  • Ihr Ehe- oder Lebenspartner (nach dem LPartG) ist bei der AOK Bremen/Bremerhaven versichert
  • Die AOK Bremen/Bremerhaven war Ihre letzte gesetzliche Krankenkasse

Die bestehende Mitgliedschaft bei Ihrer bisherigen Krankenkasse muss gekündigt werden. Einzig kostenfrei Familienversicherte müssen nicht kündigen, hier reicht Ihr Mitgliedsantrag zur AOK Bremen/Bremerhaven bereits aus und Ihre Familienversicherung endet.

Zur Kündigung können Sie unsere Mustervorlage nutzen, die wir Ihnen zum Download anbieten:

Musterkündigung

Senden Sie die ausgefüllte und unterschriebene Kündigung an Ihre bisherige Versicherung. Diese ist verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung auszustellen. Leiten Sie diese anschließend schnellstmöglich an die AOK Bremen/Bremerhaven.

Unsere Postadresse:
AOK Bremen/Bremerhaven
Hauptgeschäftsstelle Bremen
Postfach 107963
28079 Bremen

Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an: OnlineME@hb.aok.de

Wir freuen uns, Sie zu versichern.

Für alle gesetzlich Versicherten gilt: Nach einem Kassenwechsel sind Sie grundsätzlich für 18 Monate an Ihre neue Krankenkasse gebunden. Danach beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende.

Bitte berücksichtigen Sie das bei der Angabe Ihres gewünschten Versicherungsbeginns.

Beispiel 1
Sie sind seit mehr als 18 Monaten ohne Unterbrechung bei Ihrer bisherigen Kasse versichert und kündigen am 10. Juli. Ihre Mitgliedschaft endet demnach am 30. September, ab 1. Oktober sind Sie AOK Bremen/Bremerhaven-Mitglied.

Beispiel 2
Sie sind seit 1. April des Vorjahres bei Ihrer bisherigen Kasse versichert. Ihre Mitgliedschaft kann daher frühestens am 30. September dieses Jahres enden. Um ab 1. Oktober Mitglied bei der AOK Bremen/Bremerhaven zu werden, muss Ihre Kündigung spätestens am 31. Juli bei Ihrer Krankenkasse eingegangen sein, um die Kündigungsfrist zu wahren.

Ausnahme: Schließen sich zwei Mitgliedschaften unmittelbar aneinander an, so besteht ein sofortiges Kassenwahlrecht mit Beginn der neuen Mitgliedschaft (vorausgesetzt es besteht keine 18-Monatige Bindungsfrist mehr).

Waren Sie zuletzt kostenfrei familienversichert, genügt Ihr Mitgliedsantrag zur AOK Bremen/Bremerhaven. Wir benötigen diesen rechtzeitig vor Beendigung der Familienversicherung, beispielsweise vor Aufnahme einer Beschäftigung. Eine Kündigung ist nicht notwendig.

Tipp: Beachten Sie außerdem die Hinweise zum Sonderkündigungsrecht.

Führt Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag ein oder erhöht diesen, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Die Bindefrist von 18 Monaten entfällt. Die Kündigung muss bis zum Ende des Monats, für den der neue Zusatzbeitrag fällig wird, eingegangen sein. Ihre Kündigung wird mit Ablauf des übernächsten Kalendermonats wirksam.

Beispiel
Sie sind seit 1. April dieses Jahres bei Ihrer bisherigen Kasse versichert, die Sie darüber informiert, ab 1. Januar nächsten Jahres einen Zusatzbeitrag zu erheben. Hier können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, obwohl Sie noch keine 18 Monate bei dieser Kasse versichert sind. Kündigen Sie also bis spätestens 31. Januar, so können Sie ab 1. April AOK Bremen/Bremerhaven-Mitglied werden.

Übrigens: Ihre Krankenkasse muss Sie spätestens einen Monat vor der ersten Fälligkeit eines Zusatzbeitrages darüber informieren und Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen.

Zusatzangebote können eine einmalige Bindungsfrist von einem oder drei Jahren mit Eingang deren Vertragsabschluss auslösen, wenn Sie einem Wahltarif im Sinne des § 53 des 5. Sozialgesetzbuches entsprechen. Dies ist beispielsweise bei Wahltarifen mit einem Selbstbehalt für Leistungsausgaben (3 Jahre) oder Prämienprogrammen und alternativen Arzneien (jeweils 1 Jahr) der Fall.

Sie können Ihre Zusatzangebote jedoch vorzeitig bei einem Sonderkündigungsrecht kündigen oder nach Ablauf der Bindungsfrist mit regulären Kündigungsfristen.

Hinweis: Freiberufler und Selbstständige mit einem Krankengeld-Wahltarif können das Sonderkündigungsrecht leider nicht vor Ablauf der Bindungsfrist nutzen.

Als Student/-in sind Sie meist bis zum 25. Geburtstag beitragsfrei familienversichert, sofern Sie nicht schon vorher durch die Überschreitung der definierten Einkommensgrenze selbst versicherungspflichtig sind. Ab diesem Zeitpunkt können Sie Ihre Krankenversicherung frei wählen und zur AOK Bremen/Bremerhaven wechseln.

Als Student/-in bis zum 30. Geburtstag oder bis zur Vollendung des 14. Fachsemesters haben Sie Anspruch auf eine studentische Krankenversicherung. Danach können Sie sich als Student/-in freiwillig bei der AOK Bremen/Bremerhaven versichern.

Tipp: Die studentische Versicherung als Familienversicherter kann verlängert werden, beispielsweise über geleisteten Bundesfreiwilligen-, Wehr- oder Zivildienst. (Auch für die Pflichtversicherung als Student gibt es Verlängerungstatbestände. Fragen Sie Ihre AOK Bremen/Bremerhaven.)

Es besteht grundsätzlich eine Krankenversicherungspflicht als Student. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Befreiung von der Krankenversicherungspflicht beantragt werden. Die Grundlagen für die Regelungen zur Befreiung von der Krankenversicherungspflicht werden in § 8 des 5. Sozialgesetzbuches festgehalten. Die Befreiung gilt für die Dauer des Studiums.

Nach der Befreiung von der Krankenversicherungspflicht bei der Krankenkasse hat man den Status eines freiwillig Versicherten und kann zwischen einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung wählen. Die Befreiung kann jedoch erst rückgängig gemacht werden, wenn sich der Status der Person ändert – also zum Beispiel dann, wenn sich etwas im Beschäftigungsverhältnis oder das Einkommen ändert.

Ab dem Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns sind Sie nicht mehr beitragsfrei familienversichert und können Ihre Krankenversicherung frei wählen.

Ihr Beitrag wird entsprechend Ihres Azubi-Gehalts berechnet.

Wichtig: Verdienen Sie im Monat nicht über 325 Euro brutto, zahlt Ihr Arbeitgeber Ihre Beiträge vollständig.

Selbstverständlich. Bei Ihrem Antrag auf Mitgliedschaft fragen wir Sie, ob Sie Familienangehörige haben und diese mitversichern möchten. Wenn Sie diesen Punkt mit „Ja“ beantworten, übersenden wir Ihnen den Antrag auf Familienversicherung. Bitte füllen Sie diesen dann zusätzlich aus und übersenden Sie uns das Originaldokument postalisch.

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung können Kinder familienversichert werden, wenn eine der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Bis zum 18. Geburtstag.
  • Bis zum 23. Geburtstag, sofern keine Erwerbstätigkeit vorliegt.
  • Bis zum 25. Geburtstag, wenn sie in einer schulischen Ausbildung sind, studieren oder ein unbezahltes freiwilliges soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr (Jugendfreiwilligendienstgesetz) oder Bundesfreiwilligendienst  (Bundesfreiwilligendienstgesetz) ablegen.
  • Über das 25. Lebensjahr hinaus, wenn sie in einer schulischen Ausbildung sind oder studieren. Voraussetzung ist zusätzlich, dass diese Ausbildung oder das Studium durch einen freiwilligen Wehrdienst oder einen anderen gesetzlichen Freiwilligendienst unterbrochen oder verschoben wurde. Die Familienversicherung verlängert sich maximal um den Zeitraum des Dienstes. Maximal um 12 Monate nach neuem Recht
  • Behinderte Kinder werden solange in die Familienversicherung aufgenommen, wie sie aufgrund ihrer Behinderung nicht für ihren Unterhalt sorgen können.
    Hinweis: Die Behinderung muss zu einem Zeitpunkt eingetreten sein, zu dem das Kind bereits familienversichert war.

Eine Familienversicherung ist nicht möglich, wenn eines der folgenden Kriterien zutriff:

  • Wenn Ehepartner, Lebenspartner oder Kinder den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nicht im Inland haben
  • Wenn Ehegatte, Lebenspartner oder Kinder selbst pflichtversichert bzw. freiwillig versichert, versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind.
  • Wenn das Familienmitglied hauptberuflich selbstständig tätig ist.
  • Wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich  455 Euro übersteigt. Bei geringfügig Beschäftigten liegt die Einkommensgrenze bei regelmäßig 450 Euro im Monat.
  • Ehegatten sind für die Dauer der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz sowie in der Elternzeit nicht familienversichert, wenn sie zuletzt nicht gesetzlich krankenversichert waren. Sie bleiben dann weiterhin privat krankenversichert.
  • Eine Familienversicherung von Kindern ist ausgeschlossen, wenn der eine Ehe-/Lebenspartner gesetzlich krankenversichert ist, während der andere mit dem Kind verwandte Ehe-/Lebenspartner nicht gesetzlich versichert ist, sein Gehalt monatlich 5.212,50 Euro (brutto) übersteigt und er gleichzeitig regelmäßig mehr als der gesetzlich versicherte Ehegatte/Lebenspartner verdient.

Gerne senden wir Ihnen auf Nachfrage eine Mitgliedsbescheinigung zu. Standardmäßig informieren wir Ihren Arbeitgeber bzw. Ihre meldende Stelle (z. B. Jobcenter, Bundesagentur für Arbeit, Bildungsträger) über Ihren Wechsel zur AOK Bremen/Bremerhaven und senden Ihre Mitgliedsbescheinigung direkt auf dem Postweg dorthin. So kann Ihre Anmeldung zur AOK Bremen/Bremerhaven erfolgen, ohne dass Sie selbst Ihre Mitgliedsbescheinigung persönlich einreichen müssen.

Waren Sie vorher freiwillig versichert (z. B. Selbstständige, Freiberufler), müssen Sie zusätzlich Ihre Mitgliedsbescheinigung bis zum Ablauf der Kündigungsfrist an Ihre bisherige Krankenkasse senden.
Bei Rentnern ist kein Versand von Mitgliedsbescheinigungen erforderlich, da eine maschinelle Meldung an den Rentenversicherungsträger erfolgt.
Bei Versicherten in Elternzeit oder mit Elterngeld- oder Erziehungsgeldbezug, bei denen kein Arbeitgeber oder keine andere zur Meldung verpflichtete Stelle vorhanden ist, erfolgt der Versand der Mitgliedsbescheinigung durch die AOK Bremen/Bremerhaven innerhalb der Kündigungsfrist an die bisherige Kasse.

Unser Serviceteam hilft Ihnen gern weiter. Bitte melden Sie sich einfach unter der kostenfreien Telefonnummer 0421 1761-77108 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an OnlineME@hb.aok.de.

Alternativ können Sie auch ein Beratungsgespräch vereinbaren und wir nehmen Ihre Mitgliedschaftserklärung gemeinsam mit einem unserer Mitarbeiter auf.
 

Informationen zum Krankengeld finden Sie hier.

Mit dem Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz) sollen die Bürger durch die stärkere steuerliche Abzugsfähigkeit der geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge entlastet werden.

Hierzu wurde geregelt, dass der Sozialversicherungsträger die geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und/oder Erstattungen aus Wahltarifen und/oder Bonusprogrammen direkt an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermitteln kann, sofern der Versicherte dies wünscht und der Datenübermittlung zustimmt. Damit wir, als Ihr Partner in Sachen Kranken- und Pflegeversicherung, die Höhe der von Ihnen geleisteten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermitteln können, benötigen wir die Angabe Ihrer Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) sowie Ihre Einwilligungserklärung zur Datenübermittlung.